Donnerstag, 24. Mai 2012

Stork und ein Blutbad

Vor zwei Wochen hatten wir in Uppsala STudentORKester-Festivalen, STORK. 30 Bands aus dem ganzen Ostseeraum kamen und von Freitag bis Sonntag wurde Musik gemacht. Alle Niveaus, verschiedene Stile und das ganze auf mehreren Bühnen in der Stadt und in mehreren Nationen, mit einer Abschlussparade.
Natürlich waren wir auch dabei, haben den Laden mit ein bißchen Party-Musik aufgemischt.

Am Freitag habe ich mich zur Teilnahme (oder besser, Arbeit bei) einer Veranstaltung überreden lassen, die jährlich in Göteborgs Nation stattfindet: Blodbadet - das Blutbad. Traditionell gehen alle Teilnehmer zusammen zur Blutspende (ich durfte nicht, da ich keine schwedische Gesundheitsakte habe), danach gibt es ein ausgedehntes Abendessen. Wichtigster Bestandteil: blutiges Rindfleisch. Sämtlicher Erlös geht an einen guten Zweck, dieses Jahr eine schwedische Kinderschutzorganision; dasselbe gilt auch für den Erlös aus Tombola und Versteigerung. Versteigert wird alles, was jemand spendet. Außerdem wurde ich gleich mal auf die Liste jener gesetzt, die eine Dienstleistung anbieten. Was tut man nicht alles, wenn man mit einem bezaubernden Lächeln darum gebeten wird...Da ich aber weder Lust auf Hemden Bügeln noch auf putzen hatte, durften die Leute auf eine Saxophonstunde bieten. Der Sieger hat sich allerdings nie bei mir gemeldet. Nun ja, gezahlt hat er im Voraus gleich in die Charitykasse. Vielleicht kommts ja noch...
Ansonsten hat es sich herausgestellt, dass ich den Tag über viel gearbeitet habe, Moussaka kochen, servieren, was halt so anfällt.

Ansonsten geht das Semester - und meine Zeit hier - zuende. Noch ein Seminar morgen, dann eine Prüfung nächste Woche. Dann ists vorbei. Ich werde noch ein paar Tage hier bleiben, dann muss ich ausziehen. Die Zeit bis Mittsommer werde ich für eine Tour nach Göteborg und Kopenhagen nutzen, danach wird Mittsommer in Dalarna gefeiert. Aber dazu später mehr.

Nun scheint der Sommer auch mehr und mehr anzukommen. Wir hatten ein paar sonnige Tage mit warmen 20 Grad, also habe ich am Dienstag mit ein paar Freunden die Strandsaison am Mälar-See eröffnet.
Die Tage sind lang: um elf ist es noch hell genug, dass man bei klarem Himmel keinen Stern sieht, und falls man es bis drei Uhr noch nicht ins Bett geschafft hat, wird es auch gleich wieder hell.
Leider sind meine Jalousien nicht wirklich lichtdicht, so dass ich immer mal wieder früh morgen in Licht gebadet aufwache...

Aber das ist allemal besser als im Winter!

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