Guten Abend, es ist wieder soweit, ich darf euch hier ein bißchen dessen präsentieren, was ich erlebt habe.
Es sind viele Bilder heute, damit ihr einen Eindruck bekommt, wie es hier so aussieht.
Außerdem war ich gestern abend beim Barbecue der Internationalen Studenten. Als ich nach Hause kam, war gerade ein Horde dabei, mein Wohnheim in Trümmer zu legen, es fand eine Flurparty statt. Ich war kurz da, hab dann beschlossen, dass ich keine Lust habe und mich in mein Zimmer verzogen. Ein wenig Schlaf war ja schließlich auch nachzuholen.
Hier aber erstmal die Bilder aus Uppsala:
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| Blick über Fyris ån auf den Dom |
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| eine der Zugänge zur Innenstadt |
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| St. Erikstorget |
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| Fahrräder am Fluss, landen zu Valborg (Walpurgis) auch gerne mal darin |
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| Anders-Celsius-Haus, heute ein hochklassiger Juwelier - man muss klingeln um reinzukommen |
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| eine Fahrradstadt... |
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| ...mit alter Bausubstanz... |
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| ...und einem Stadtpark. |
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| Upsala slottet |
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| Der Dom ist in Sichtweite des Schlosses... |
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| Genaugenommen in Feuerreichweite |
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| Die Carolina Rediviva, die Uni-Bibliothek, beherbergt unter anderem die "Silberbibel" |
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| und ein kleines Kino gibt es auch direkt an der Uni |
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| ...deren Hauptgebäude man hier sieht |
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| man scheint Tierfreundlich zu sein in Uppsala |
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| Die Nationenhäuser sind in direkter Nachbarschaft von Dom und Uni - hier Göteborgs Nation |
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| aber so kann es auch aussehen |
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| abendliche Blicke von meinem Dach, man erkennt Dom und Schloss in gut 3km Entfernung |
Soviel also zur Stadt. Heute hielt das Kulturprogramm, das unseren Sprachkurs begleitet, einen Ausflug ins Umland für uns bereit, zu den eher abgelegenen Sehenswürdigkeiten der Provinz Uppland.
Zunächst, von Uppsala noch gut zu erreichen, die Sommerresidenz des Carl von Linné. Dieser war Professor in Uppsala und wurde für seine Verdienste um die Naturwissenschaften geadelt. Daraufhin baute er sich eine Standesgemäße Residenz. Das bereits vorhandene - wohlhabende - Bauernhaus blieb als Wirtschaftsgebäude erhalten, während der Hauptbau zweistöckig und mit einer übertriebenen Fensterfläche ausgestattet war. Zum Anwesen gehört auch ein verwilderter Garten, eine Gedenkstätte für einen seiner Studenten, der beim Versuch, in Sibirien Pflanzen zu sammeln aufgegessen wurde und eine Unterrichts- und Lagerhütte, in der Materialien flut-, feuer- und blitzsicher aufbewahrt wurden.
Interessant auch gewisse Einblicke in den Charakter des Meisters: er war so selbstbewusst wie streitbar: Nicht nur fanden sich in seinem Besitz 54 Ölbilder seines Portraits (5 davon hängen noch heute im Schlafzimmer seiner Ehefrau - nur eines von ihr, und das erzwungenermassen, weil man schlecht nur seine Hälfte des Hochzeitbilds aufhängen konnte), von den damals 4000 Einwohnern Uppsalas verbanden ihn laut Akten mit insgesamt 800 Rechtsstreitigkeiten...








Skokloster ist ein wirklich interessanter Ort. Das beeindruckendste daran ist die Tatsache, dass man zwei Schlösser gleich nebeneinander hat, und zwar durch eine Allee voneinander getrennt. Das ältere wurde von einem erfolgreichen General der schwedischen Armee gebaut, für damalige Verhältnisse wohl ein beeindruckendes Bauwerk. Sein Sohn war noch erfolgreicher, hatte die richtigen Freunde (einer davon wurde später König von Schweden) militärisches und diplomatisches Geschick im 30-jährigen Krieg) und vor allem Streit mit seinem Vater. Es ging dabei um eine Frau. Die Tatsache, dass der alte Herr entschieden hatte, die für seinen Sohn ausgesuchte Braut selbst zu heiraten und diese dann noch kurz darauf im Kindbett starb, wirkte sich negativ auf die Vater-Sohn beziehung aus. So nahm letztere deutlich unter seinem Stand eine Baroness zur Braut und baute sich - nachdem er seinen Vater beerbt hatte - ein eigenes Schloss im Stil dessen, was man auf dem Kontinent zu haben pflegte...und dagegen sieht das alte Schloss wie eine Scheune aus.
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| das alte Schloss |
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| und dazu das neue dazu |
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| eine Kirche hat man auch zu haben |
Das Schloss ist angeblich noch im Originalzustand, es wurde nichts restauriert, nur konserviert. Und da mitten im Ausbau des Festsaales das Geld ausging (die Krone hatte eine effektive Methode gefunden, den Adligen zuvor geschenktes Geld wieder anzunehmen), ist die Baustelle noch wie an dem Tag, an dem sie verlassen wurde. Inklusiver alter Werkzeuge, Gerüste und ähnlichem. Kameras sind dort aber leider verboten.
Zum Schluss noch Sigtuna, einer mittelalterlichen Ansiedlung am Mälarenufer. Sie entstand auf dem Reißbrett, weil der König nach seiner Taufe in der noch heidnischen Hauptstadt nicht gern gesehen war. 140 Haushalte begleiteten ihn, und so entstand ein kleines Städtchen, ass aber einige Jahrzehnte lang Regierungssitz war. Da man sich auf dem Kontinent das Konzept der christlichen Krönung abgeschaut hatte, aber niemand dem unzivilisierten Wikingerhäuptling erklärt hatte, dass man eine Kirche auch wiederverwenden kann, finden sich insgesamt neun Ruinen um die Siedlung verteilt...
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| S:t Pers |
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| Schwedens kleinstes Rathaus, die linke Hälfte war Polizeistation |
Soviel für heute, moren muss ich früh raus.
Hejd
å!
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